Mehr Infor­ma­tio­nen zum adfc

Das Fahr­rad wird zwar als wich­ti­ges und sau­be­res Ver­kehrs­mit­tel gelobt, bekommt aber bis­lang nicht den Platz, den es braucht, um den Ver­kehr zu ent­las­ten und mehr Men­schen aufs Fahr­rad zu holen. Rad­we­ge sind vie­ler­orts zu schmal, holp­rig oder über­haupt nicht vor­han­den. Häu­fig sind sie ein frus­trie­ren­der Mix aus lücken­haf­ten, schlech­ten oder schlicht­weg gefähr­li­chen Lösun­gen. Wir wol­len die Ver­kehrs­flä­chen umver­tei­len und mehr Platz für Fuß­we­ge, für den öffent­li­chen Nah­ver­kehr, für Grün­flä­chen und für Spiel­plät­ze. Das alles wäre mög­lich. Mit über­schau­ba­ren Inves­ti­tio­nen von 30 Euro pro Kopf und Jahr. Vor­aus­set­zung ist, dass Poli­ti­ker den Mut haben, dem Rad­ver­kehr deut­lich mehr Platz ein­zu­räu­men.

Wir set­zen uns ein für:

Mehr Platz für gute, brei­te Rad­we­ge

  • ein lücken­lo­ses Rad­we­ge­netz in ganz Deutsch­land
  • brei­te, kom­for­ta­ble Rad­we­ge mit aus­rei­chend Platz zum Über­ho­len
  • gut gestal­te­te Fahr­rad­stra­ßen als Rad­vor­ran­g­rou­ten
  • Rad­schnell­we­ge für Pend­ler
  • Umwand­lung von Auto­spu­ren zu Rad­strei­fen
  • Aus­bau und Moder­ni­sie­rung von Rad­we­gen an Lan­des- und Bun­des­stra­ßen

Mehr Platz für siche­re Kreu­zun­gen

  • fuß- und rad­fahr­si­che­rer Umbau von Kreu­zun­gen und Ein­mün­dun­gen
  • an allen Kreu­zun­gen siche­re Rad­fahr­que­run­gen, frei von par­ken­den Autos und ande­ren Sicht­hin­der­nis­sen
  • eige­ne Ampel­schal­tun­gen und „Grü­ne Wel­le“ für den Rad­ver­kehr

Mehr Platz für viel mehr Fahr­rad­park­plät­ze

  • flä­chen­de­ckend kom­for­ta­ble Fahr­rad­park­plät­ze über­all dort, wo sie gebraucht wer­den: direkt vor Woh­nun­gen, Schu­len, Kitas und Aus­bil­dungs­stät­ten, am Arbeits­platz, vor Ein­kaufs­mei­len und Frei­zeit­ein­rich­tun­gen
  • Fahr­rad­park­häu­ser an viel­be­such­ten Orten und Plät­zen
  • moder­ne und dieb­stahl­si­che­re Abstell­an­la­gen an allen Bahn­hö­fen und zen­tra­len Hal­te­stel­len
  • Umwand­lung von Auto­park­plät­zen in Fahr­rad­park­plät­ze
  • Abstell­flä­chen für unter­schied­li­che Bike-Sharing-/Leih­fahr­rad­sys­te­me
  • tem­po­rä­res Bike und Ride bei Ver­an­stal­tun­gen

Die ADFC-Posi­tio­nen zu den gefor­der­ten Maß­nah­men fin­dest du in unse­ren Publi­ka­tio­nen.

  • Wie hoch ist der Radverkehrsanteil in Deutschland?

    In Deutschland gibt es ca. 73 Millionen Fahrräder, aber der Radverkehrsanteil liegt bei mageren 11 Prozent. Das bedeutet: Nur etwa jeder zehnte Weg wird mit dem Rad zurückgelegt. Zum Vergleich: In den Niederlanden ist der Radverkehrsanteil mit 27 Prozent mehr als doppelt so hoch. Die Niederländer fahren pro Jahr im Durchschnitt über 1.000 Kilometer mit dem Rad, die Deutschen nur etwa 400. Der entscheidende Unterschied ist die Infrastruktur: Die Niederlande bieten Radfahrenden im ganzen Land eigenständige und komfortable Radwegenetze an. Deshalb ist das Rad dort für die kürzeren Alltagswege fast immer das schnellste und bequemste Verkehrsmittel.

  • Warum sollte der Radverkehr gefördert werden?

    Fahrräder sind das moderne urbane Transportmittel schlechthin: Sie produzieren weder CO2 noch Feinstaub oder Stickoxide, sind sehr leise und brauchen wenig Platz. In der Stadt kommt man mit dem Fahrrad schneller ans Ziel als mit jedem anderen Verkehrsmittel. Es ist preiswert, macht Spaß und man tut nebenbei noch etwas für seine Gesundheit.

  • Gibt es nicht schon genug Radfahrerinnen und Radfahrer?

    Es gibt viele Menschen, die Fahrrad fahren möchten, sich das jedoch bisher nicht trauen. Auch weil die Radwege eine schlechte Qualität haben, lückenhaft oder gar nicht vorhanden sind. Ältere Menschen und Kinder könnten viel sorgloser Fahrrad fahren, wenn es geschützte und durchgängige Radwege gäbe. Beispiele in anderen Ländern oder Städten wie Amsterdam, New York, Barcelona oder Kopenhagen zeigen, dass der Ausbau der Fahrradinfrastruktur die Unfallzahlen deutlich reduziert und gleichzeitig zu einer Zunahme des Radverkehrs führt. Deswegen wollen wir hier ansetzen und mit breiten, guten Radwegen und sicheren Kreuzungen mehr Menschen ein angenehmes Fahrradfahren ermöglichen.

     

  • Warum soll ein Verkehrsmittel gegenüber allen anderen bevorzugt werden?

    Derzeit wird nicht das Rad, sondern der Autoverkehr massiv bevorzugt. Der ADFC tritt dafür ein, dass das Fahrrad den ihm angemessenen Platz im Straßenraum erhält. Derzeit werden dem Fahrrad etwa 3 Prozent der Verkehrsflächen zugebilligt, während das Auto rund 60 Prozent der Flächen beansprucht. Dieses Verhältnis ist nicht mehr zeitgemäß und eine bis heute nachwirkende Folge der autozentrierten Stadtplanung der 50er-Jahre. Eine moderne Verkehrsplanung muss das Fahrrad als wichtiges Verkehrsmittel berücksichtigen und in eine gute Radfahrinfrastruktur investieren.

  • Was macht der ADFC?

    Wir setzen uns im Namen unserer 175.000 Mitglieder mit Nachdruck für die Verkehrswende in Deutschland ein. Und wir sind überzeugt, dass gute Radverkehrsnetze und mehr Platz für Radfahrerinnen und Radfahrer viel mehr Menschen motivieren, das Fahrrad nutzen. Wir möchten eine sichere und komfortable Infrastruktur für den Radverkehr, damit sich Fahrradfahrende sicher und zügig fortbewegen können. Informier dich gerne dazu in unserem Grundsatzprogramm und werde Mitglied in der weltweit größten Zweiradgemeinschaft.

  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Du unterstützt uns dabei, dass wir uns auf allen Ebenen für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen. Außerdem kannst du, egal wo du mit deinem Fahrrad unterwegs bist, deutschlandweit auf die ADFC-Pannenhilfe zählen. Dazu erhältst du unser zweimonatlich erscheinendes ADFC-Magazin Radwelt – mit Informationen zu allem, was dich als Rad fahrenden Menschen politisch, technisch und im Alltag bewegt. Als ADFC-Mitglied bekommst du außerdem vorteilhafte Sonderkonditionen bei Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern. Du bist noch kein Mitglied? Hier gelangst du zum Anmeldeformular.

  • Wo finde ich die nächste ADFC-Vertretung in meiner Nähe und wie kann ich mitmachen?

    Mit dem ADFC-Bundesverband, den Landesverbänden und den Kreisverbänden in mehr als 450 Städten und Ortschaften in ganz Deutschland findest du mit Sicherheit auch in deiner Nähe den passenden Ansprechpartner. Rund 400 Ortsgruppen und Ortsverbände sind darüber hinaus für den ADFC aktiv.

„Ich engagiere mich für mehr Platz fürs Rad, weil ich mehr gute, sichere Radwege sehen möchte, auf denen Familien, Kinder und Senioren sicher und komfortabel nebeneinander fahren können. Packen wir es gemeinsam an!“ Rebecca Peters, ADFC-Vorstandsmitglied

© ADFC / Reimold

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